Berlin steckt voller Geschichten.  Einige sollen hier in Zukunft erzählt werden. Alltagsgeschichten aus einer sich ständig verändernden Stadt.  Weitere Fotos und Texte finden Sie auf der Seite fotos-aus.berlin.

Publiziert am von Ulrich Horb | Hinterlasse einen Kommentar

Zeitreise in 1000 Bildern

Cover "Alltag in Berlin"

Cover „Alltag in Berlin“

Fotoalben zeigen meist die besonderen Momente: Hochzeiten, Geburtstage, Urlaub. Dahinter verblasst der Alltag, das Gewöhnliche.  Dabei erzählt er das eigentliche Leben. Das macht der Blick in den großformatigen Bildband „Alltag in Berlin“ deutlich, der im Elsengold-Verlag erschienen ist. Tausend  Fotos aus hundert Jahren beschreiben die Veränderungen einer Metropole, sie schreiben die Geschichte der Stadt im 20. Jahrhundert und wecken Erinnerungen. Weiterlesen

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„Ich liebe es, ich hasse es“: Frank Stauss über den „Höllenritt Wahlkampf“ (Neuausgabe 2017)

Cover "Höllenritt Wahlkampf"

Cover „Höllenritt Wahlkampf“

In der Berliner SPD kennt man ihn, auch wenn er sich meist im Hintergrund gehalten hat. Bei vielen Wahlkampfveranstaltungen konnte man Frank Stauss am Rande stehen sehen, den Kopf leicht geneigt, beobachtend. Wenn die Veranstaltung begonnen hatte, war für ihn alles gelaufen. Dann mussten die von ihm und seiner Agentur entwickelten Plakate, Spots und Slogans ihre Wirkung entfalten.

Frank Stauss ist der „Mann von Butter“, der Agentur, die in Berlin 2001, 2006 und 2011  Wahlkämpfe für die Berliner SPD und Klaus Wowereit (und auch 2016 noch einmal für Michael Müller) organisiert hat, und die für Gerhard Schröder, Kurt Beck, Hannelore Kraft oder Olaf Scholz Kampagnen entwickelt hat. 2013 hat er ein Buch geschrieben, das seine Freude am Wahlkämpfen beschreibt, die Lust am Gewinnen, aber auch die Anspannung und das wochenlange Leben in „Kampas“, im „Maschinenraum“. Eine aktualisierte und um 50 Seiten erweiterte Fassung erscheint im Februar 2017.

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Stadt der tausend Farben

Cover "King Kool City"

Cover „King Kool City“

Kultur ist in Berlin überall sichtbar. Auch an Stellen, an denen sie manch einer gar nicht haben möchte: an Brandmauern, Fassaden, Stromkästen oder S-Bahn-Waggons. Wie die Graffiti dorthin kommen und was ihre Urheber mit ihren zum Teil mysteriösen Botschaften bezwecken, beschreibt ein großformatiger Bildband aus dem Elsengold-Verlag.

 

Berlin wurde in den siebziger Jahren eines der Zentren der Subkultur mit Rap, Graffiti, Breakdance und Skateboarding. Die Stadt bot günstige Mieten und Freiräume. „Aus dem früheren Sehnsuchtsort für Aussteiger und westdeutsche Wehrdienstflüchtlinge“, so die Autoren Sarah Paulus und Rolf G. Wackenberg, „wird die Stadt der tausend Farben, der Styles und Flows.“ Weiterlesen

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Bethanien: Diakonissen, Besetzer, Künstler (VIII)

Mariannenplatz mit Bethanien. Sammlung: U. Horb

Mariannenplatz mit Bethanien. Sammlung: U. Horb

1914 erreicht die Zahl der Schwestern im der Diakonissenanstalt Bethanien mit 434 einen Höchststand. Dennoch bleibt das Bethanien hinter der Größe von Diakonissenhäusern außerhalb Berlins zurück- Pastor W. Langer erklärt das in seinem Rückblick zum hundertjährigen Bestehen Bethaniens mit dem „kirchlichen Hinterland“, das  in einer Weltstadt wie Berlin eben anders sei als in der Provinz, in der die Kirche stärker verankert sei. Und auch den Berliner Kirchengemeinden ist das Diakonissenhaus „längst nicht so nahe verbunden“, wie Langer feststellt. Weiterlesen

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Bethanien: Diakonissen, Besetzer, Künstler (VII)

Mariannenplatz, Feuerwehrbrunnen und Bebauung. Sammlung U. Horb

Mariannenplatz, Feuerwehrbrunnen und Bebauung. Sammlung U. Horb

Berlin wächst rasant. Innerhalb von knapp dreißig Jahren zwischen Reichsgründung 1871 und Jahrhundertwende ziehen mehr als eine Million Menschen in die Hauptstadt, die auf  1.888.848 Einwohnerinnen und Einwohner wächst.  Die Luisenstadt, in der das Bethanien liegt, ist eines der Berliner Viertel, das mit seinen Mietskasernen viele der Neuankommenden aufnimmt  und in enge Unterkünfte pfercht. In der Gegend rund um das Bethanien sind Wohnhäuser mit engen Hinterhöfen und Quergebäuden entstanden. Wohnen und Handwerk sind auf engem Raum vereint. Weiterlesen

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Bethanien: Diakonissen, Besetzer, Künstler (VI)

Schwesternhalle im Bethanien.

Schwesternhalle im Bethanien.

Zwar ist die Gründung der Diakonissenanstalt Bethanien  mit viel staatlicher Unterstützung erfolgt. In den Jahren nach 1847 werden aber auch immer wieder die kirchlichen Ansprüche  deutlich. Wesentlich geprägt hat  die Entwicklung der Anstalt Georg Heinrich Theodor Fliedner, ein evangelischer Pfarrer in Kaiserswerth bei Düsseldorf, der dort u.a. ein  Asyl für entlassene weibliche Strafgefangene eingerichtet hatte und sich um die Betreuung der Armen kümmerte. Weiterlesen

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Bethanien: Diakonissen, Besetzer, Künstler (V)

Rückseite des Bethanien mit dem Luisenstädtischen Kanal Mitte des 19. Jahrhunderts.

Rückseite des Bethanien mit dem Luisenstädtischen Kanal Mitte des 19. Jahrhunderts.

Während die Wohnbebauung Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts langsam an das Bethanien heranwächst, kommen auch auf dem Krankenhausgelände weitere Bauten hinzu. Auf dem Oeconomie-Hof entstehen Stallungen für 16 bis 18 Kühe, deren Milch für die Tuberkulosekranken bestimmt ist. Ein Gewächshaus wird gebaut.  Aber die  hygienischen Verhältnisse sind katastrophal. Weiterlesen

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Bis in die Puppen

Venusbassin im Tiergarten, Gemälde von Philipp Hackert

Venusbassin im Tiergarten, Gemälde von Philipp Hackert

In den Clubs in Mitte oder Friedrichshain kann man heute bis in die Puppen tanzen, in den schicken neuen Hotels bis in die Puppen schlafen. Über 200 Jahre hat sich in Berlin eine Redewendung erhalten, die für etwas sehr lange andauerndes und entferntes steht. Auch wenn es „die Puppen“ schon lange nicht mehr gibt. Weiterlesen

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Bethanien: Diakonissen, Besetzer, Künstler (IV)

Ansichtskarte um 1900: Bethanien und Feuerwehrbrunnen.

Ansichtskarte um 1900: Bethanien und Feuerwehrbrunnen. Sammlung U. Horb

Die Diakonissen im Krankenhaus Bethanien, in blauer Tracht gekleidet, mit einem Häubchen und einer weißen, über die Schulter gehenden Schürze, sind größtenteils jung und, so der Schriftsteller Karl Gutzkow, „dem gebildeten Stande angehörige Damen“. „Wie gründliche Vorkenntnisse hier vorausgesetzt werden, ersah ich in der Apotheke, die von zwei Diakonissen allein bedient wird“, schreibt Karl Gutzkow einige Jahre nachdem Theodor Fontane hier als Ausbilder in der Apotheke gewirkt hatte. Weiterlesen

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Bethanien: Diakonissen, Besetzer, Künstler (III)

Bethanien: Spaziergänger am Mariannenplatz. Sammlung: U. Horb

Bethanien: Spaziergänger am Mariannenplatz. Sammlung: U. Horb

Im März 1848 arbeitete Theodor Fontane in der Jungschen Apotheke, an der Ecke von Neuer Königs- und Georgenkirchstraße. „Ein glänzend fundiertes Geschäft“, wie Fontane später berichtete, „aber von vorstädtischem Charakter, so daß das Publikum vorwiegend aus mittlerer Kaufmannschaft und kleineren Handwerkern bestand. Dazu viel Proletariat mit vielen Kindern.“ Weiterlesen

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