Berlin steckt voller Geschichten.  Einige sollen hier in Zukunft erzählt werden. Alltagsgeschichten aus einer sich ständig verändernden Stadt.  Weitere Fotos und Texte finden Sie auf der Seite fotos-aus.berlin.

Publiziert am von Ulrich Horb | Hinterlasse einen Kommentar

Bethanien: Diakonissen, Besetzer, Künstler (VIII)

Mariannenplatz mit Bethanien. Sammlung: U. Horb

Mariannenplatz mit Bethanien. Sammlung: U. Horb

1914 erreicht die Zahl der Schwestern im der Diakonissenanstalt Bethanien mit 434 einen Höchststand. Dennoch bleibt das Bethanien hinter der Größe von Diakonissenhäusern außerhalb Berlins zurück- Pastor W. Langer erklärt das in seinem Rückblick zum hundertjährigen Bestehen Bethaniens mit dem „kirchlichen Hinterland“, das  in einer Weltstadt wie Berlin eben anders sei als in der Provinz, in der die Kirche stärker verankert sei. Und auch den Berliner Kirchengemeinden ist das Diakonissenhaus „längst nicht so nahe verbunden“, wie Langer feststellt. Weiterlesen

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Bethanien: Diakonissen, Besetzer, Künstler (VII)

Mariannenplatz, Feuerwehrbrunnen und Bebauung. Sammlung U. Horb

Mariannenplatz, Feuerwehrbrunnen und Bebauung. Sammlung U. Horb

Berlin wächst rasant. Innerhalb von knapp dreißig Jahren zwischen Reichsgründung 1871 und Jahrhundertwende ziehen mehr als eine Million Menschen in die Hauptstadt, die auf  1.888.848 Einwohnerinnen und Einwohner wächst.  Die Luisenstadt, in der das Bethanien liegt, ist eines der Berliner Viertel, das mit seinen Mietskasernen viele der Neuankommenden aufnimmt  und in enge Unterkünfte pfercht. In der Gegend rund um das Bethanien sind Wohnhäuser mit engen Hinterhöfen und Quergebäuden entstanden. Wohnen und Handwerk sind auf engem Raum vereint. Weiterlesen

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Bethanien: Diakonissen, Besetzer, Künstler (VI)

Schwesternhalle im Bethanien.

Schwesternhalle im Bethanien.

Zwar ist die Gründung der Diakonissenanstalt Bethanien  mit viel staatlicher Unterstützung erfolgt. In den Jahren nach 1847 werden aber auch immer wieder die kirchlichen Ansprüche  deutlich. Wesentlich geprägt hat  die Entwicklung der Anstalt Georg Heinrich Theodor Fliedner, ein evangelischer Pfarrer in Kaiserswerth bei Düsseldorf, der dort u.a. ein  Asyl für entlassene weibliche Strafgefangene eingerichtet hatte und sich um die Betreuung der Armen kümmerte. Weiterlesen

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Bethanien: Diakonissen, Besetzer, Künstler (V)

Rückseite des Bethanien mit dem Luisenstädtischen Kanal Mitte des 19. Jahrhunderts.

Rückseite des Bethanien mit dem Luisenstädtischen Kanal Mitte des 19. Jahrhunderts.

Während die Wohnbebauung Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts langsam an das Bethanien heranwächst, kommen auch auf dem Krankenhausgelände weitere Bauten hinzu. Auf dem Oeconomie-Hof entstehen Stallungen für 16 bis 18 Kühe, deren Milch für die Tuberkulosekranken bestimmt ist. Ein Gewächshaus wird gebaut.  Aber die  hygienischen Verhältnisse sind katastrophal. Weiterlesen

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Bis in die Puppen

Venusbassin im Tiergarten, Gemälde von Philipp Hackert

Venusbassin im Tiergarten, Gemälde von Philipp Hackert

In den Clubs in Mitte oder Friedrichshain kann man heute bis in die Puppen tanzen, in den schicken neuen Hotels bis in die Puppen schlafen. Über 200 Jahre hat sich in Berlin eine Redewendung erhalten, die für etwas sehr lange andauerndes und entferntes steht. Auch wenn es „die Puppen“ schon lange nicht mehr gibt. Weiterlesen

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Bethanien: Diakonissen, Besetzer, Künstler (IV)

Ansichtskarte um 1900: Bethanien und Feuerwehrbrunnen.

Ansichtskarte um 1900: Bethanien und Feuerwehrbrunnen. Sammlung U. Horb

Die Diakonissen im Krankenhaus Bethanien, in blauer Tracht gekleidet, mit einem Häubchen und einer weißen, über die Schulter gehenden Schürze, sind größtenteils jung und, so der Schriftsteller Karl Gutzkow, „dem gebildeten Stande angehörige Damen“. „Wie gründliche Vorkenntnisse hier vorausgesetzt werden, ersah ich in der Apotheke, die von zwei Diakonissen allein bedient wird“, schreibt Karl Gutzkow einige Jahre nachdem Theodor Fontane hier als Ausbilder in der Apotheke gewirkt hatte. Weiterlesen

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Bethanien: Diakonissen, Besetzer, Künstler (III)

Ansichtskarte Bethanien. Sammlung: U. Horb

Ansichtskarte Bethanien. Sammlung: U. Horb

Im März 1848 arbeitete Theodor Fontane in der Jungschen Apotheke, an der Ecke von Neuer Königs- und Georgenkirchstraße. „Ein glänzend fundiertes Geschäft“, wie Fontane später berichtete, „aber von vorstädtischem Charakter, so daß das Publikum vorwiegend aus mittlerer Kaufmannschaft und kleineren Handwerkern bestand. Dazu viel Proletariat mit vielen Kindern.“ Weiterlesen

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Bethanien: Diakonissen, Besetzer, Künstler (II)

Diakonissenanstalt Bethanien und Mariannenplatz: Zeitgenössischer Stich von W. French. Sammlung: U. Horb

Diakonissenanstalt Bethanien und Mariannenplatz: Zeitgenössischer Stich von W. French. Sammlung: U. Horb

Zwischen 1845 und 1847 entstand das Bethanien auf dem damaligen Köpenicker Feld, einer großen noch weitgehend unbebauten Fläche im Südosten der Stadt mit Feldern und Wiesen, für das Peter Josef Lenné 1842 einen Bebauungsplan entworfen hatte. Mit der Planung des späteren „Bethanien“ war Hofarchitekt und Schinkel-Schüler Friedrich Ludwig Persius (1803-1845) beauftragt, der u.a. auch die Friedenskirche im Schlosspark Sanssouci erbaute. Fertig stellten die Pläne nach dem frühen Tod von Persius sein Mitarbeiter Bauinspektor Theodor Stein und der Oberbaurat August Stüler. Weiterlesen

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Bethanien: Diakonissen, Besetzer, Künstler (I)

Bethanien, Stich aus dem Jahre 1855.

Bethanien, Stich aus dem Jahre 1855. Rechts der Luisenstädtische Kanal mit Geländer.

„Weitentlegen vom Geräusch der Stadt und nur leider in einer zu kahlen, baumlosen Gegend liegt Bethanien, die seit einigen Jahren errichtete Diakonissenanstalt.“ 1854 hat sich der liberale Schriftsteller Karl Gutzkow hier umgeschaut, da stand das markante Hauptgebäude mit den zwei Türmen gerade sieben Jahre. In „Berlin — Panorama einer Residenzstadt“ beschreibt er seine Eindrücke: „Man fährt an einer neuen, im Bau begriffenen katholischen Kirche vorüber und bewundert die großartige Anlage dieses vielbesprochenen Krankenhauses, das sich bekanntlich hoher Protektion zu erfreuen hat.“ Ein Hinweis auf das starke Interesse von König Friedrich Wilhelm IV. an dieser Einrichtung. Weiterlesen

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Berlin, Stadt im Wandel

Rotes Rathaus

Eingang zum Roten Rathaus. Foto: Ulrich Horb

52° 31` 12„ nördliche Breite, 13° 24` 36„ östliche Länge. Hier ist Berlin auf der Weltkugel verortet. Ein Punkt nahe der Eingangstür des Roten Rathauses im Bezirk Mitte, dem Sitz der Landesregierung und des Regierenden Bürgermeisters. Zugleich ist es eine der Festlegungen in Berlin, die schon etwas länger Bestand haben. Alles andere unterliegt ständiger Veränderung. Weiterlesen

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