Berlin steckt voller Geschichten. Einige sollen hier in Zukunft erzählt werden,  Alltagsgeschichten aus einer sich ständig verändernden Stadt. Und es gibt es viele Tipps zur Berlin-Literatur, ob Neuerscheinung oder antiquarisch. Weitere Fotos und Texte finden Sie auf fotos-aus.berlin und nacht-in.berlin.

Publiziert am von Ulrich Horb | Schreib einen Kommentar

Adolf Heilborns Reise in die Heimatstadt

Cover "Die Reise nach Berlin"

Cover „Die Reise nach Berlin“, 1925

Zu Adolf Heilborns (1873- 1941) zahlreichen Veröffentlichungen gehört der 1921 erschienene Band „Die Reise nach Berlin“. Darin begibt er sich auf Entdeckungstour durch seine Heimatstadt, angelehnt an eine Geschichte des Schriftstellers Julius Rodenberg. Der hatte von einem Berliner berichtet, der jedes Jahr mit großem Hallo in den Urlaub aufbrach, um dann am Potsdamer Tor zu entscheiden, doch in Berlin zu bleiben. Heilborns mit viel Liebe zum Detail erzählte Beobachtungen erschienen zunächst als Serie in der „Berliner Morgenpost“, die damit ihren Leserinnen und Lesern das 1920 zu Groß-Berlin vereinte Stadtgebiet näherbrachte. Weiterlesen

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Kreative Geschwister: Adolf Heilborn und Luise Heilborn-Körbitz

Adolf Heilborn, gemalt von Erich Büttner (1928). Foto: gemeinfrei, Quelle wikipedia

Adolf Heilborn, gemalt von Erich Büttner (1928). Foto: gemeinfrei, Quelle wikipedia

Er war ein Freund von Heinrich Zille und Käthe Kollwitz, arbeitete als Schriftsteller, Übersetzer und praktischer Arzt in Friedenau. Sie schrieb Drehbücher, auch eine Rolle für Hans Albers, später kümmerte sie sich um die Veröffentlichungen ihres Bruders.  Adolf Heilborn und Luise Heilborn-Körbitz waren ein ausgesprochen kreatives Berliner Geschwisterpaar. Weiterlesen

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Berlin fotografisch 1860 – 1982

Cover "Berlinfotografisch 1860 - 1982"

Cover „Berlinfotografisch 1860 – 1982“

Motive bot Berlin immer reichlich. Und die Berliner Fotografen suchten sich dabei die unterschiedlichsten Ausschnitte heraus. Sie dokumentierten Gebäude und Industrieanlagen, Parks und Straßen, sie experimentierten mit Licht und Bewegung, beobachteten den Alltag in der Stadt, porträtierten bekannte und unbekannte Berlinerinnen und Berliner. Einen Querschnitt durch die Fotografie in Berlin zwischen 1860 und 1982 stellte die Berlinische Galerie 1982 in ihrem Übersichtskatalog „Berlinfotografisch“ vor. Weiterlesen

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Ella Kay: Reformen, die bleiben

Ella Kay 1979. Foto: Archiv Ulrich Horb

Ella Kay, November 1979. Foto: Archiv Ulrich Horb

„Wenn man zurückblickt“, sagt Ella Kay, „dann merkt man doch, wie viele Verbesserungen es in einem Menschenalter gegeben hat.“ Noch deutlich erinnert sie sich etwa an ihren Vater, der mit seinen 72 Jahren arbeiten gehen musste, weil er keine Rente bekam. Schwere körperliche Arbeiten war das, bei einem Reinickendorfer Bauern. Von den 15 Mark Wochenlohn musste die ganze Familie leben. „Die so genannte gute alte Zeit“, stellt Ella Kay fest, „hat es nie gegeben.“ Dafür aber umso mehr soziale Ungerechtigkeit. An einigen bleibenden Verbesserungen hat Ella Kay mitgewirkt. Weiterlesen

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Ella Kay und das Jugendamt neuer Prägung

Cover „Ella Kay und das Jugendamt neuer Prägung“

1991 erschien im Juventa-Verlag eine Sammlung von Aufsätzen und Beiträgen, in deren Mittelpunkt „Ella Kay und das Jugendamt neuer Prägung“ standen. Gewürdigt wurde damit das Wirken der drei Jahre zuvor verstorbenen ehemaligen Berliner Jugendsenatorin, die die Jugendpolitik der Stadt in der Nachkriegszeit bleibend geprägt hat. Herausgeberinnen waren zwei Sozialdemokratinnen, die mit Ella Kay zusammengearbeitet und ihre Arbeit fortgesetzt haben: Ilse Reichel-Koß und Ursula Beul. Weiterlesen

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Wedding, Mai 1945: Letzte Kämpfe am Humboldthain

Bunker am Humboldthain 1981: Blick über den Wedding. Foto: Ulrich Horb

Bunker am Humboldthain 1981: Blick über den Wedding. Foto: Ulrich Horb

Krieg und Naziterror fordern auch im April und Mai 1945 im Wedding noch zahlreiche Opfer.  Am 13. April werden Richard Weller und sechs weitere Arbeiter des AEG-Werks Berlin-Wedding wegen Vorbereitung zum Hochverrat im Gefängnis Plötzensee enthauptet. Viele, die im einst roten Wedding im Widerstand aktiv waren, sind in den zurückliegenden Jahren verhaftet und gefoltert worden, einige kommen in den letzten Wochen vor Kriegsende bei Zwangsarbeit um oder werden im KZ erschossen. Und bei Kämpfen am Humboldthain sterben bis zuletzt noch jugendliche Flakhelfer. Weiterlesen

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Friedrich Seidenstücker, der „Momentknipser“

Cover "Der faszinierende Augenblick - Fotografien von Friedrich Seidenstücker"

Cover „Der faszinierende Augenblick – Fotografien von Friedrich Seidenstücker“

„Stativ- und Landschaftsaufnahmen habe ich erst spät gemacht, ich war immer Momentknipser“, stellt der Berliner Fotograf Friedrich Seidenstücker (1882 – 1966) in den sechziger Jahren in einem Rückblick fest. Den entscheidenden Moment abzupassen, das ist ihm oft gelungen. Meisterlich beweist das eins seiner bekanntesten Fotos: die Pfützenspringerin – eine junge Frau mit modischem Hut und knielangem Kleid, die 1929 von Seidenstücker beim entschlossenen Sprung über eine große Wasserlache am Straßenrand eingefangen wurde. Unter dem Titel „Der faszinierende Augenblick“ erschien 1987 ein Bildband mit Aufnahmen Seidenstückers, die das Leben in der Großstadt Berlin illustrieren. Weiterlesen

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Wedding: Heimat an der Panke (II)

Frühes Siedlungsgebiet. die Panke. Foto: Ulrich Horb

Frühes Siedlungsgebiet. die Panke. Foto: Ulrich Horb

Gesiedelt wurde an der Panke, die auf dem Barnim bei Bernau entspringt. Ihr Wasserlauf bahnte sich entlang eiszeitlicher Rinnen den Weg zur Spree. Nahe der heutigen Pankstraße gab es zwischen zwei Armen der Panke eine Insel, die den Siedlern Schutz und wohl auch die Möglichkeit zum Fischfang bot. Bronzezeitliche Siedlungsreste stammen aus der Zeit um 800 vor Christus, Knochenfunde von Schwein, Ziege, Schaf und Rind können der Zeit um Christi Geburt zugeordnet werden. Weiterlesen

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Wedding: Heimat an der Panke (I)

An der Kösliner Straße erinnert ein Kunstwerk an die Ursprünge des Wedding. Foto: Ulrich Horb

An der Kösliner Straße erinnert ein Kunstwerk an die Ursprünge des Wedding. Foto: Ulrich Horb

Im Mai und Juni 1972 erneuerten Bauarbeiter in der Nähe des Nettelbeckplatzes die Fahrbahndecke der Pankstraße. Als die alte Betondecke vor den Häusern 11 bis 13 entfernt wurde, kam in 50 bis 60 Zentimetern Tiefe eine feste Schlackenschicht zum Vorschein – die mindestens sechs Meter breite Fahrbahndecke einer älteren Straße, die hier entlanggeführt hatte. Weiterlesen

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Max Missmann, Fotograf des großen Berlin

Buchcover: Max Missmann, Das Große Berlin - Photographie 1899 bis 1935.

Buchcover: Max Missmann, Das Große Berlin – Photographie 1899 bis 1935.

Es sind gestochen scharfe Aufnahmen. Seine Fotografien bieten den Blick auf Straßen, Plätze, auf den Verkehr, die Wohnhäuser und Kirchen, die städtischen Gebäude. Max Missmann (1874 – 1945) fotografierte in der Zeit um 1900 bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts eine Stadt, die gerade zur Metropole wurde, das neue „Groß-Berlin“.  In seinen letzten Lebensjahren erlebte er mit, wie das, was er so umfangreich dokumentiert hatte, zerstört wurde, darunter auch sein eigenes Atelier. Weiterlesen

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