Berlin steckt voller Geschichten. Einige sollen hier in Zukunft erzählt werden,  Alltagsgeschichten aus einer sich ständig verändernden Stadt. Und es gibt viele Tipps zur Berlin-Literatur, ob Neuerscheinung oder antiquarisch. Weitere Fotos und Texte finden Sie auf fotos-aus.berlin und nacht-in.berlin.

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Echt progressiv bis voll krass: West-Berlins Kneipenkultur

Cover Kneipenkultur

Verrauchte Räume, knarzende Stühle, Kerzenwachs auf den Tischen, alte durchgesessene Sofas als Sitzgelegenheit, Wände voller Plakate. Die West-Berliner Kneipen der siebziger und achtziger Jahre hatten ihren eigenen Chic. Einige haben die Jahrzehnte überstanden, andere haben aufgegeben. Einen ziemlich vollständigen Überblick über die West-Berliner Kneipenkultur dieser Zeit gibt es jetzt als Buch. Marcel Nobis hat dafür die Steckbriefe der Kneipen auf fast 400 Seiten zusammengetragen und mit vielen zusätzlichen Informationen versehen, ein dickes Nachschlagewerk für alle West-Berliner, die wissen wollen, wo sie die Zeit zwischen 1968 und 1989 eigentlich verbracht haben. Weiterlesen

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Hans Coppis Annäherung an seine Eltern

Buchcover „Annäherung an meine Eltern“

Seine Eltern hat Hans Coppi jr. nie kennenlernen dürfen. Willkürliche Todesurteile haben ihm in der NS-Zeit Vater und Mutter genommen.  Ihm blieb nur die Annäherung über Dokumente, Zeitzeugenberichte und historische Quellen. Was er erfahren konnte, hat er in verschiedenen Vorträgen berichtet. Aus ihnen ist jetzt das Buch „Annäherung an meine Eltern Hans und Hilde Coppi“ geworden, erschienen im Verlag der Wedding-Bücher von Walter Frey, unterstützt von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Weiterlesen

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Friedenauer Geschäfte 1900 bis 1914

Cover "Friedenauer Geschäfte" (2010)

Cover „Friedenauer Geschäfte“ (2010)

Fast schaut man heute ein wenig neidvoll auf die Vielfalt der Geschäfte, die es im Friedenau des beginnenden 20. Jahrhunderts gab.  Nicht nur in den Hauptstraßen reihte sich ein Schaufenster an das andere, auch in den kleinen Seitenstraßen gab es Einkaufsmöglichkeiten, Handwerksbetriebe, Lokale. In der Edition Friedenauer Brücke erschien 2010 der von Hermann Ebling zusammengestellte Bildband „Friedenauer Geschäfte 1900 bis 1914“, eine umfangreiche Sammlung von Fotografien. Weiterlesen

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Friedenau und der Kolonialismus (II)

Ansichtsklarte Hauptrestaurant. Foto: Archiv Ulrich Horb

Ansichtsklarte Hauptrestaurant. Foto: Archiv Ulrich Horb

zum 1. Teil
Der Eingang zur Deutschen Armee-, Marine- und Kolonial-Ausstellung (Dumaka)  lag in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Friedenau der Wannseebahn.  „Am Eingang zur Ausstellung in der Rubensstraße erheben sich die beiden Verwaltungsgebäude, deren linkes Post, Telegraphenstation, Feuerwache usw. aufnehmen wird, während das rechte lediglich Verwaltungszwecken der Ausstellung selbst dienen soll“, meldete der Friedenauer Lokalanzeiger vorab in seiner Ausgabe vom 15. Januar 1907. „Eine breite von Ahornbäumen eingefasste Allee führt in gerader Linie zu dem Teil des Geländes, der die große Haupthalle aufzunehmen bestimmt ist. Die Fundamentierungsarbeiten für diesen Riesenbau, der sich binnen kurzem hier erheben wird, sind beendet. Um sich überhaupt einen Begriff von den Größenverhältnissen des Ausstellungsgeländes wie der einzelnen Bauten zu machen, muss man sich einige Zahlen vergegenwärtigen. Das ganze Gelände umfasst etwa 134 Morgen, es ist 850 Meter lang und 400 Meter breit. Die Haupthalle selbst hat die stattliche Frontlänge von 200 Metern. Sie ist 12.000 Quadratmeter groß und übertrifft somit an Ausdehnung selbst die große Ausstellungshalle am Zoologischen Garten.“ Links an die Haupthalle schließt sich die Maschinenhalle an, westlich daran die Kolonialhalle und die Marinehalle“, so der Lokalanzeiger. Weiterlesen

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Friedenau und der Kolonialismus (I)

Eingang zur Deutschen Armee-, Marine- und Kolonialausstellung 1907 an der Rubensstraße. Foto: Archiv Ulrich Horb

Ansichtskarte:  Eingang zur Deutschen Armee-, Marine- und Kolonialausstellung 1907 an der Rubensstraße. Foto: Archiv Ulrich Horb

Im Jahre 1907 war ein Gelände unweit des Bahnhofs Friedenau fünf Monate lang Schauplatz eines großen Militärspektakels. Auf dem damals noch unbebauten Areal zwischen Rubensstraße, Vorarlberger Damm und dem heutigen Grazer Platz wurden Ausrüstungsgegenstände und Waffen für  Armee und Marine präsentiert, zahlreiche Zulieferfirmen zeigten Waren aus und für die deutschen Kolonien. Die Ausstellung war Verkaufsschau und zugleich eine Werbeaktion für den deutschen Kolonialismus – zu einer Zeit, als der Völkermord an den Hereros und Namas in Deutsch-Südwestafrika noch immer andauerte.  Heute erinnert nichts mehr daran. Weiterlesen

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Das zerstörte Schöneberg

Cover „Das zerstörte Schöneberg“

1945 ist Berlin befreit. Es ist eine weitgehend zerstörte Stadt und das bleibt sie auch noch etliche Jahre lang. Ab 1949 hat der Fotograf Herwarth Staudt mit seiner Frau Ruth die Ruinenlandschaft in Schöneberg im Bild festgehalten. Ein von Gudrun Blankenburg und Irene von Götz 2015 herausgegebener Bildband zeigt seine Arbeiten. Weiterlesen

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Friedenau – Aus dem Leben einer Landgemeinde 1871 bis 1924

Cover „Friedenau – Aus dem Leben einer Landgemeinde 1871 bis 1924“

1986 erschien im Verlag Zinsmeister & Grass der Band „Friedenau – Aus dem Leben einer Landgemeinde 1871 – 1924“. Hermann Ebling hat darin auf 158 Seiten eine umfangreiche Dokumentation zur Geschichte des Berliner Ortsteils vorgelegt und verschiedene Spazierwege anhand von alten Fotografien und Postkarten illustriert. Weiterlesen

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Spuren der zwanziger Jahre

Cover "Die zwanziger Jahre in Berlin"

Cover „Die zwanziger Jahre in Berlin“

Seit den Erfolgsromanen des Schriftstellers Volker Kutscher und deren Verfilmung als „Babylon Berlin“ ist das Berlin der zwanziger Jahre wieder stärker im Fokus. Einen passenden Wegweiser für diese Zeit haben Michael Bienert und Elke Linda Buchholz  mit dem Band „Die zwanziger Jahre in Berlin“ im Berlin Story Verlag vorgelegt. Er führt in die Zeit des Umbruchs nach dem 1. Weltkrieg, in eine Zeit des Aufbruchs, des exzessiven Nachtlebens, der politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Weiterlesen

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Vor 75 Jahren: Hugo Heimann verstorben

Cover Heimann

Cover Heimann

Vor 75 Jahren, am 23. Februar 1951, ist der frühere  sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Hugo  Heimann im New Yorker Exil verstorben. In seinen
mehr als 90 Lebensjahren hat er Höhen und Tiefen  deutscher Geschichte erlebt. Viele Jahre hat er das Bild der SPD geprägt. Und er hat die Entwicklung Berlins entscheidend mitgestaltet. Weiterlesen

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„Schauplatz: Berlin“

Cover "Schauplatz: Berlin"

Cover „Schauplatz: Berlin“

Die Fotos haben Postkartengröße, sie wirken wie Stillleben. Rund 400 Motive sind auf den 300 Seiten des Bildbands „Schauplatz: Berlin“ von Iris Czák und Marei Wenzel versammelt. Blicke in Berliner Wohnungen, in Geschäftsräume, auf die unterschiedlichsten Orte der Stadt. Sie zeigen ein Berlin, das auch den Bewohnerinnen und Bewohnern in der Regel verborgen bleibt oder von ihnen nicht beachtet wird. Weiterlesen

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