Ella Kay und das Jugendamt neuer Prägung

Cover „Ella Kay und das Jugendamt neuer Prägung“

1991 erschien im Juventa-Verlag eine Sammlung von Aufsätzen und Beiträgen, in deren Mittelpunkt „Ella Kay und das Jugendamt neuer Prägung“ standen. Gewürdigt wurde damit das Wirken der drei Jahre zuvor verstorbenen ehemaligen Berliner Jugendsenatorin, die die Jugendpolitik der Stadt in der Nachkriegszeit bleibend geprägt hat. Herausgeberinnen waren zwei Sozialdemokratinnen, die mit Ella Kay zusammengearbeitet und ihre Arbeit fortgesetzt haben: Ilse Reichel-Koß und Ursula Beul. Weiterlesen

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Friedrich Seidenstücker, der „Momentknipser“

Cover "Der faszinierende Augenblick - Fotografien von Friedrich Seidenstücker"

Cover „Der faszinierende Augenblick – Fotografien von Friedrich Seidenstücker“

„Stativ- und Landschaftsaufnahmen habe ich erst spät gemacht, ich war immer Momentknipser“, stellt der Berliner Fotograf Friedrich Seidenstücker (1882 – 1966) in den sechziger Jahren in einem Rückblick fest. Den entscheidenden Moment abzupassen, das ist ihm oft gelungen. Meisterlich beweist das eins seiner bekanntesten Fotos: die Pfützenspringerin – eine junge Frau mit modischem Hut und knielangem Kleid, die 1929 von Seidenstücker beim entschlossenen Sprung über eine große Wasserlache am Straßenrand eingefangen wurde. Unter dem Titel „Der faszinierende Augenblick“ erschien 1987 ein Bildband mit Aufnahmen Seidenstückers, die das Leben in der Großstadt Berlin illustrieren. Weiterlesen

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Wedding: Heimat an der Panke (II)

Frühes Siedlungsgebiet. die Panke. Foto: Ulrich Horb

Frühes Siedlungsgebiet. die Panke. Foto: Ulrich Horb

Gesiedelt wurde an der Panke, die auf dem Barnim bei Bernau entspringt. Ihr Wasserlauf bahnte sich entlang eiszeitlicher Rinnen den Weg zur Spree. Nahe der heutigen Pankstraße gab es zwischen zwei Armen der Panke eine Insel, die den Siedlern Schutz und wohl auch die Möglichkeit zum Fischfang bot. Bronzezeitliche Siedlungsreste stammen aus der Zeit um 800 vor Christus, Knochenfunde von Schwein, Ziege, Schaf und Rind können der Zeit um Christi Geburt zugeordnet werden. Weiterlesen

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Wedding: Heimat an der Panke (I)

An der Kösliner Straße erinnert ein Kunstwerk an die Ursprünge des Wedding. Foto: Ulrich Horb

An der Kösliner Straße erinnert ein Kunstwerk an die Ursprünge des Wedding. Foto: Ulrich Horb

Im Mai und Juni 1972 erneuerten Bauarbeiter in der Nähe des Nettelbeckplatzes die Fahrbahndecke der Pankstraße. Als die alte Betondecke vor den Häusern 11 bis 13 entfernt wurde, kam in 50 bis 60 Zentimetern Tiefe eine feste Schlackenschicht zum Vorschein – die mindestens sechs Meter breite Fahrbahndecke einer älteren Straße, die hier entlanggeführt hatte. Weiterlesen

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Max Missmann, Fotograf des großen Berlin

Buchcover: Max Missmann, Das Große Berlin - Photographie 1899 bis 1935.

Buchcover: Max Missmann, Das Große Berlin – Photographie 1899 bis 1935.

Es sind gestochen scharfe Aufnahmen. Seine Fotografien bieten den Blick auf Straßen, Plätze, auf den Verkehr, die Wohnhäuser und Kirchen, die städtischen Gebäude. Max Missmann (1874 – 1945) fotografierte in der Zeit um 1900 bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts eine Stadt, die gerade zur Metropole wurde, das neue „Groß-Berlin“.  In seinen letzten Lebensjahren erlebte er mit, wie das, was er so umfangreich dokumentiert hatte, zerstört wurde, darunter auch sein eigenes Atelier. Weiterlesen

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Chancen schaffen: Prof. Ulrich J. Kledzik und die Berliner Bildungspolitik

Prof. Ulrich Johannes Kledzik 2017. Foto: Ulrich Horb

Prof. Ulrich Johannes Kledzik 2017. Foto: Ulrich Horb

Berlin war immer schon reich an Ideen – auch an pädagogischen. Schulreformer wie Kurt Löwenstein und Fritz Karsen wirkten hier. Die nach Karsen benannte Schule in Neukölln ist die älteste staatliche Gesamtschule in Deutschland. Und auch mit seiner sechsjährigen Grundschule ab 1951 hat Berlin stets eine Sonderrolle in der Bundesrepublik gespielt. Einer, der lange Jahre die Bildungspolitik in Berlin begleitet, mitentwickelt und umgesetzt hat, ist Ulrich Johannes Kledzik. Von 1963 bis 1990 war er als Oberschulrat und Abteilungsleiter in der Senatsverwaltung für Schulwesen u.a. für die Berliner Gesamtschulen zuständig. Am 25. Januar 2021 ist er im Alter von 93 Jahren verstorben. Ein Rückblick auf sein Leben und Wirken ist zugleich ein Blick in die Geschichte des Berliner Schulwesens. Weiterlesen

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Wirklichkeitsbeschreiber: Der Künstler Otto Nagel (10)

"Tägliche Rundschau", Zeitung der sowjetischen Armee 1947. Foto: Horb

„Tägliche Rundschau“, Zeitung der sowjetischen Armee 1947. Foto: Horb

In der sowjetischen Besatzungszone und in der DDR bekommt Otto Nagel zunächst öffentliche Anerkennung und Würdigung, die ihm in der Weimarer Zeit nur im kleinen Kreise zuteil geworden ist. Für die SED zieht Nagel im Oktober 1948 als Nachrücker für den verstorbenen Abgeordneten Franz Brüning in den Landtag von Brandenburg ein. 1948 erhält er eine Professur, 1949 wird er in den Deutschen Volksrat entsandt, ein von der SED gesteuertes Gremium in der Sowjetischen Besatzungszone, das die DDR-Verfassung vorbereitet. Nagel gehört als Vertreter des Kulturbundes der Provisorischen Volkskammer an. Die SED beansprucht die Führungsrolle bei der Ausrichtung  der Kunst, die „Tägliche Rundschau“, Zeitung der sowjetischen Armee, gibt die Linie vor. Weiterlesen

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Wirklichkeitsbeschreiber: Der Künstler Otto Nagel (9)

Badstraße: hier wurde 1944 das Atelier Otto Nagels zerstört. Foto: Ulrich Horb

Badstraße 65: hier wurde 1944 das Atelier Otto Nagels zerstört. Foto: Ulrich Horb

1943 kommt Walli und Otto Nagels Tochter Sibylle in der Lausitz auf die Welt. Dort hat die Familie Zuflucht gefunden. Walli Nagel bringt nach und nach etliche Pastelle und einige Ölbilder aus dem Berliner Atelier nach Forst in Sicherheit. 1944 zerstört ein Bombenangriff das Atelier in der Badstraße mit den verbliebenen Arbeiten Nagels. Auch in Forst entstehen noch einige Pastelle, doch, so Walli Nagel später, „entsprachen diese nicht seinem eigentlichen künstlerischen Wollen“. Weiterlesen

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Der Zukunft zugewandt: Jeanette Wolff

Cover "Jeanette Wolff 1888 - 1976"

Cover „Jeanette Wolff 1888 – 1976“

„Als gestandene Sozialdemokratin, Jüdin und Holocaust-Überlebende trotzte sie den Nationalsozialisten und Kommunisten. Jeglicher Totalitarismus war ihr zuwider.“ So beschreibt Ralf Wieland, Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Jeanette Wolff in seinem Geleitwort zu einer neuen Veröffentlichung über das bewegte Leben der Berliner Politikerin. Weiterlesen

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Geschichte zwischen Humboldthain und den Rehbergen

Buchcover "Zwischen Humboldthain und den Rehbergen"

Buchcover „Zwischen Humboldthain und den Rehbergen“

Das konservative Bürgertum Berlins schaute einst mit Sorge und wohl auch ein wenig Furcht auf den Norden der Stadt. Der „rote Wedding“ war Hochburg der Arbeiterbewegung, Solidarität und Kampf gegen Ungerechtigkeiten hatten hier eine lange Tradition. Die Geschichte der Sozialdemokratie im „roten Wedding“ erzählt jetzt Bernd Schimmler, Vorsitzender des Weddinger Heimatvereins, in seinem Buch „Zwischen Humboldthain und den Rehbergen“. Weiterlesen

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