
Erinnerungstafeln an den Berliner Künstler Otto Nagel vom Künstlerkollektiv sara&ralf (Sara Reichert und Ralf Klausnitzer) an der Reinickendorfer Str. 67
(zum Teil 1) Die exklusive Kunstwerkstatt von Heinersdorff entspricht so gar nicht den Vorstellungen von Otto Nagel. Er tat sich selbst leid, schreibt er später im Rückblick: „Meinen geliebten Wedding, die grauen Straßen mit den unzähligen Mietskasernen und den dazwischengeschobenen kleinen Häuschen verlassen! Nicht mit Menschen zusammen sein, die in Haltung und Bewegung waren wie ich selbst.“ Er lernt auch das unterschiedliche Bewusstsein der Arbeiter kennen: Hier die Glasmaler, die sich als Künstler verstehen, sich siezen und mit langen Haaren, Sammetjackett und einer breiten Künstlerschleife auftreten, dort die bodenständigen Bleiverglaser, die sich duzen und keinen Standesdünkel haben. Weiterlesen








