Max Missmann, Fotograf des großen Berlin

Buchcover: Max Missmann, Das Große Berlin - Photographie 1899 bis 1935.

Buchcover: Max Missmann, Das Große Berlin – Photographie 1899 bis 1935.

Es sind gestochen scharfe Aufnahmen. Seine Fotografien bieten den Blick auf Straßen, Plätze, auf den Verkehr, die Wohnhäuser und Kirchen, die städtischen Gebäude. Max Missmann (1874 – 1945) fotografierte in der Zeit um 1900 bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts eine Stadt, die gerade zur Metropole wurde, das neue „Groß-Berlin“.  In seinen letzten Lebensjahren erlebte er mit, wie das, was er so umfangreich dokumentiert hatte, zerstört wurde, darunter auch sein eigenes Atelier. Weiterlesen

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Chancen schaffen: Prof. Ulrich J. Kledzik und die Berliner Bildungspolitik

Prof. Ulrich Johannes Kledzik 2017. Foto: Ulrich Horb

Prof. Ulrich Johannes Kledzik 2017. Foto: Ulrich Horb

Berlin war immer schon reich an Ideen – auch an pädagogischen. Schulreformer wie Kurt Löwenstein und Fritz Karsen wirkten hier. Die nach Karsen benannte Schule in Neukölln ist die älteste staatliche Gesamtschule in Deutschland. Und auch mit seiner sechsjährigen Grundschule ab 1951 hat Berlin stets eine Sonderrolle in der Bundesrepublik gespielt. Einer, der lange Jahre die Bildungspolitik in Berlin begleitet, mitentwickelt und umgesetzt hat, ist Ulrich Johannes Kledzik. Von 1963 bis 1990 war er als Oberschulrat und Abteilungsleiter in der Senatsverwaltung für Schulwesen u.a. für die Berliner Gesamtschulen zuständig. Am 25. Januar 2021 ist er im Alter von 93 Jahren verstorben. Ein Rückblick auf sein Leben und Wirken ist zugleich ein Blick in die Geschichte des Berliner Schulwesens. Weiterlesen

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Wirklichkeitsbeschreiber: Der Künstler Otto Nagel (10)

"Tägliche Rundschau", Zeitung der sowjetischen Armee 1947. Foto: Horb

„Tägliche Rundschau“, Zeitung der sowjetischen Armee 1947. Foto: Horb

In der sowjetischen Besatzungszone und in der DDR bekommt Otto Nagel zunächst öffentliche Anerkennung und Würdigung, die ihm in der Weimarer Zeit nur im kleinen Kreise zuteil geworden ist. Für die SED zieht Nagel im Oktober 1948 als Nachrücker für den verstorbenen Abgeordneten Franz Brüning in den Landtag von Brandenburg ein. 1948 erhält er eine Professur, 1949 wird er in den Deutschen Volksrat entsandt, ein von der SED gesteuertes Gremium in der Sowjetischen Besatzungszone, das die DDR-Verfassung vorbereitet. Nagel gehört als Vertreter des Kulturbundes der Provisorischen Volkskammer an. Die SED beansprucht die Führungsrolle bei der Ausrichtung  der Kunst, die „Tägliche Rundschau“, Zeitung der sowjetischen Armee, gibt die Linie vor. Weiterlesen

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Wirklichkeitsbeschreiber: Der Künstler Otto Nagel (9)

Badstraße: hier wurde 1944 das Atelier Otto Nagels zerstört. Foto: Ulrich Horb

Badstraße 65: hier wurde 1944 das Atelier Otto Nagels zerstört. Foto: Ulrich Horb

1943 kommt Walli und Otto Nagels Tochter Sibylle in der Lausitz auf die Welt. Dort hat die Familie Zuflucht gefunden. Walli Nagel bringt nach und nach etliche Pastelle und einige Ölbilder aus dem Berliner Atelier nach Forst in Sicherheit. 1944 zerstört ein Bombenangriff das Atelier in der Badstraße mit den verbliebenen Arbeiten Nagels. Auch in Forst entstehen noch einige Pastelle, doch, so Walli Nagel später, „entsprachen diese nicht seinem eigentlichen künstlerischen Wollen“. Weiterlesen

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Der Zukunft zugewandt: Jeanette Wolff

Cover "Jeanette Wolff 1888 - 1976"

Cover „Jeanette Wolff 1888 – 1976“

„Als gestandene Sozialdemokratin, Jüdin und Holocaust-Überlebende trotzte sie den Nationalsozialisten und Kommunisten. Jeglicher Totalitarismus war ihr zuwider.“ So beschreibt Ralf Wieland, Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Jeanette Wolff in seinem Geleitwort zu einer neuen Veröffentlichung über das bewegte Leben der Berliner Politikerin. Weiterlesen

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Geschichte zwischen Humboldthain und den Rehbergen

Buchcover "Zwischen Humboldthain und den Rehbergen"

Buchcover „Zwischen Humboldthain und den Rehbergen“

Das konservative Bürgertum Berlins schaute einst mit Sorge und wohl auch ein wenig Furcht auf den Norden der Stadt. Der „rote Wedding“ war Hochburg der Arbeiterbewegung, Solidarität und Kampf gegen Ungerechtigkeiten hatten hier eine lange Tradition. Die Geschichte der Sozialdemokratie im „roten Wedding“ erzählt jetzt Bernd Schimmler, Vorsitzender des Weddinger Heimatvereins, in seinem Buch „Zwischen Humboldthain und den Rehbergen“. Weiterlesen

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Wedding: Bezirk mit viel Prominenz

Broschüre des Weddinger Heimatvereins.

Broschüre des Weddinger Heimatvereins.

Der Wedding liegt weiter im Trend.  Das britische Magazin „Time out“, das jährlich eine Rangliste der weltweit angesagtesten Kieze zusammenstellt, setzte das einstige Arbeiterquartier  2020 auf Platz 6, hinter Esquerra de l’Eixample in Barcelona, der Downtown in Los Angeles, Sham Shui Po in Hongkong, Bedford-Stuyvesant in New York und Yarraville in Melbourne. Ein Jahr zuvor landete der Wedding sogar auf Platz 4. Doch auch in früheren Jahrzehnten war der Wedding  attraktiver als sein Ruf vermuten ließ. Das zeigt ein Blick in die Aufstellung prominenter und „besonderer“ Menschen, die im Wedding lebten und arbeiteten, veröffentlicht vom Heimatverein Wedding. Weiterlesen

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Hans Baluschek – zu viel Pfütze im Bild

Cover „Zu wenig Parfüm, zu viel Pfütze“

Cover „Zu wenig Parfüm, zu viel Pfütze“

„Zu wenig Parfüm, zu viel Pfütze“- unter diesem Motto hat das Bröhan-Museum eine Ausstellung zum 150. Geburtstag des Berliner Malers Hans Baluschek (9. Mai 1870 – 28. September 1935) zusammengestellt, zu der im Wienand-Verlag ein umfangreicher Katalog erschienen ist. Weiterlesen

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„Gott wohnt im Wedding“

Cover "Gott wohnt im Wedding"

Cover „Gott wohnt im Wedding“

„Gott wohnt im Wedding“, das behauptet die Autorin Regina Scheer im Titel ihres zweiten, im Jahr 2019 erschienenen Romans, der die Schicksale von Menschen in einem fiktiven Weddinger Mietshaus schildert. Die Geschichten legen eins nahe: Wenn Gott im Wedding gewohnt hat, dann hat er zumindest etliche Jahre nicht so genau hingeschaut. Weiterlesen

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Wirklichkeitsbeschreiber: Der Künstler Otto Nagel (8)

Badstraße 65 im Wedding, ab 1935 wohnten hier Otto und Walli Nagel. Foto: Ulrich Horb

Badstraße 65 im Wedding, ab 1935 wohnten hier Otto und Walli Nagel. Foto: Ulrich Horb

Die dreißiger Jahre bringen für Otto Nagel viel Anerkennung, aber auch persönliche und politische Rückschläge. Mit knapp 15 Jahren nimmt sich Lotte, die Tochter des Künstlers, 1930 das Leben.  Ihre Traurigkeit hat Käthe Kollwitz in mehreren Kreidezeichnungen festgehalten.  Lotte scheitert, so umschreibt es Salka Schallenberg, die Enkeltochter Nagels, „an dem sie umgebenden Milieu“. Otto Nagel verarbeitet den Freitod in Bildern. Weiterlesen

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